Gebäudeversicherung Sturmschaden

Gebäudeversicherung SturmschadenEine Wohngebäudeversicherung enthält in der Regel eine Gebäudeversicherung bei Sturmschaden. Dafür ist es gut zu wissen, mit welchen Pflichten sich der Versicherte konfrontiert sieht, wenn es zu einem Sturm kommt. Sturmschäden stellen einen großen Kostenfaktor dar, der gerade in Zukunft noch wachsen wird, da extreme Wetterlagen zunehmen. Die Gebäudeversicherung beschäftigt sich mit den Kosten, die durch einen Sturm an einem Gebäude entstehen können. Bei Häusern, die sich noch in der Bauphase befinden, ist das Schadenspotenzial besonders hoch. Dabei können noch nicht fertige Gegenstände betroffen sein oder ein Schaden durch herumfliegendes Baumaterial entstehen. Bei Schäden, die durch den Sturm im Hausinneren entstehen, greift die Hausratversicherung. Bei Schäden am Fahrzeug greift hingegen die Vollkaskoversicherung. Die Vollkaskoversicherung versichert aber auch Schäden, die bei einer Windstärke unter 8 eintreten. In der Versicherung heruntergestuft werden aber nur die Geschädigten, die für die Schäden selbst verantwortlich sind. Gerade in Deutschland nimmt die Zahl der Unwetter stetig zu, so dass eine Wohngebäudeversicherung mittlerweile unabdingbar ist. Möglich ist, dass Zusatzleistungen in die bestehende Wohngebäudeversicherung integriert werden, so dass man z.B. auch vor Schäden durch Blitzeinschlag geschützt ist und diese gezahlt werden.

Wann tritt die Gebäudeversicherung bei Sturmschäden ein?

Damit die Gebäudeversicherung bei Sturmschaden greift, muss ein Sturm die Windstärke 8 erreichen, er bewegt sich also mit einer Geschwindigkeit von mindestens 63 Kilometern pro Stunde. Unterhalb dieser Grenze greift die Gebäudeversicherung nicht, da es sich nicht um einen Sturm handelt. In diesem Fall wird dem Versicherten die Zahlung der eintretenden Kosten verweigert. Dabei muss der Versicherte nicht messen, ob ein Sturm die Stärke 8 erreicht hat. Die Daten werden von Wetterstationen in der Umgebung genutzt. Der Versicherte kann auch auf Unwetterwarnungen, die durch den Deutschen Wetterdienst gemacht wurden, verweisen. Sonst reicht es grundsätzlich auch aus, wenn ähnliche Schäden durch einen Sturm auch in der Nachbarschaft aufgetreten sind. Für Schäden unterhalb einer Windstärke von 8 gibt es keinen Schadensersatz durch die Gebäudeversicherung bei Sturmschaden, da es sich dann nicht um einen Sturm handelt. Durch den einfach zu erbringenden Nachweis, wurde der Versicherungsprozess enorm erleichtert und beschleunigt. In der Versicherungspolice des Versicherten müssen Schäden durch Stürme aufgenommen werden, damit die Gebäudeversicherung bei Sturmschaden Schäden zahlt. Es werden auch die Kosten für Schäden an Dach oder Schornstein, Gebäudeschäden durch umgeknickte Gebäude sowie Schäden an Nebengebäuden übernommen. Wichtig ist, dass auch diese Gegenstände in der Versicherungspolice vermerkt sind. Wenn ein Schaden eintritt, muss der Hausbesitzer der Schadensminderungspflicht nachkommen. Er muss sich kümmern, damit die Folgeschäden verringert werden.

Was muss man beachten, um sich optimal gegen Sturmschäden zu versichern?

Für alle Schäden unterhalb einer Windstärke von 8 lohnt es sich, Privathaftpflichtversicherung abzuschließen (Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht). Dann ist gewährleistet, dass auch bei Windstärken unterhalb von 8, auftretende Kosten durch die Versicherung gezahlt werden. Außerdem sind dann auch Personen versichert, die durch den Sturm verletzt werden (z.B. durch einen herunterfallenden Dachziegel). Wichtig ist weiter, dass auch Folgeschäden versichert werden (z.B. Wasserschäden durch eintretendes Regenwasser). Diese werden als Ergänzung zur eigentlichen Wohngebäudeversicherung gemacht. Nur dann hat der Versicherte vollständigen Versicherungsschutz und muss sich über auftretende Kosten keine Sorgen machen. Der Versicherte hat eine Pflicht zur Meldung, wenn Schäden durch Sturm eintreten. Sie müssen sich schnellstmöglich mit der Versicherung in Verbindung setzen und weitere Folgeschäden so gering wie möglich halten. Bäume die im Garten oder auf dem Grundstück stehen, müssen regelmäßig vom Hausbesitzer kontrolliert werden. Dabei reicht es aus, wenn der Eigentümer eine Sichtkontrolle macht, die er zweimal im Jahr durchführt (einmal bei belaubtem und einmal bei unbelaubtem Baum). Verdächtige Stellen an Bäumen müssen umgehend untersucht werden. Wenn die Standsicherheit von Bäumen nicht mehr gegeben ist, muss dieser gefällt werden, um Schäden präventiv entgegenzuwirken. Der Versicherte muss sich bewusst sein, dass wenn er solche Überprüfungen nicht regelmäßig durchführt, er gegen die Verkehrssicherungspflicht verstößt. In diesem Fall haftet er persönlich für auftretende Schäden.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (406 Stimmen, durchschnittlich: 4,80 aus 5)
Loading...